Psychotherapie (Verhaltenstherapie)

Unter Psychotherapie versteht man die Behandlung seelischer Leidenszustände bzw. krankheitswertiger psychischer Beschwerden unter Vorliegen einer Diagnose. Auch wird Psychotherapie bei psychosomatischen und begleitend bei körperlichen Erkrankungen angewandt. Psychotherapie umfasst regelmäßige Gespräche über einen längeren Zeitraum, in denen gemeinsam die Hintergründe der psychischen Beschwerden sowie individuelle Bewältigungsstrategien erarbeitet werden. Für den Therapieerfolg ist es neben einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung vor allem wichtig, sich mit seinen Problemen und seinem eigenen Erleben auseinanderzusetzen.

  

Als approbierte Psychologische Psychotherapeutin verfüge ich über die Fachkunde in kognitiver Verhaltenstherapie und integriere neuere achtsamkeitsbasierte Ansätze in meine Arbeit. 

Praxis-Räume der Psychotherapie-Praxis im Rhein-Neckar-Raum

Meine therapeutische Haltung
Ich stütze mich auf wissenschaftlich begründete und konkrete Methoden. Vertraulichkeit und Transparenz des Vorgehens sowie aktive Mitwirkung des Klienten sind mir wichtig.

Als Verhaltenstherapeutin biete ich Ihnen lösungs- und ressourcenorientierte, alltagsnahe Unterstützung bei psychischen Beschwerden, um Ihre Lebensqualität wieder zu verbessern. Eine wichtige Ergänzung zu diesem veränderungsbetonten Vorgehen kann aber auch ein veränderter Blick auf das psychische Leid sein. .

Daher arbeite ich ergänzend nach neueren Entwicklungen der Verhaltenstherapie (der sogenannten "Dritten Welle"). Hierzu zählt die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) nach Steven Hayes, die mit einer achtsamkeits- und akzeptanzbasierten, werteorientierten Haltung arbeitet.

Meine therapeutische Grundhaltung ist zudem geprägt durch den personzentrierten, humanistischen Ansatz von Carl Rogers und der Annahme, dass jeder Mensch die Möglichkeiten zur Selbstentwicklung und psychischen Gesundung in sich trägt. Psychotherapie soll ein geschützter Rahmen für Sie sein, der auf einer Haltung von Echtheit, Einfühlungsvermögen und Wertschätzung gründet.
Verhaltenstherapie
Die kognitive Verhaltenstherapie (VT) ist ein wissenschaftlich begründetes, in vielen Studien erprobtes und wirksames Therapieverfahren zur Behandlung psychischer Beschwerdebilder. Sie geht davon aus, dass problematische Erlebens- und Verhaltensmuster in der Lebensgeschichte erlernt wurden und dementsprechend auch wieder "verlernt" werden können.

In der Verhaltenstherapie wird mithilfe von Anamnese, Diagnostik und Verhaltensanalysen ein individuelles Erklärungsmodell für die Entstehung, Auslösung und Aufrechterhaltung der psychischen Beschwerden erarbeitet. Dieses Modell bezieht nicht nur das sichtbare Verhalten, sondern auch Biographie, Lebensregeln, Gefühle, Gedanken, Bewertungen, Sinnesempfindungen sowie das Wechselspiel mit der sozialen Umwelt ein. Daraus werden konkrete Therapieziele sowie geeignete Behandlungsmethoden abgeleitet. Diese können dabei helfen, eigene Sicht- und Verhaltensweisen zu hinterfragen und schrittweise zu verändern.

Verhaltenstherapie...
  • verfolgt konkrete Therapieziele
  • orientiert sich am Hier und Jetzt
  • ist lösungs- und ressourcenorientiert
  • bedeutet aktive Mitarbeit und "Hilfe zur Selbsthilfe"
Verhaltenstherapie umfasst je nach Indikation z.B. folgende Methoden:
  • Psychologische Gesprächsführung
  • Techniken der Selbstbeobachtung
  • Psychoedukation (Wissensvermittlung)
  • Kognitive Techniken
  • Stressbewältigungs- und Problemlösetraining
  • Übungen zur Stärkung von Selbstwert und Selbstvertrauen
  • Verhaltensübungen und Training sozialer Kompetenzen
  • Emotionsfokussierte Übungen
  • Entspannungstraining
  • Imaginationsübungen
  • Euthyme Therapie (Genusstraining)
  • Expositonstraining (Reizkonfrontation)
Indikationen
Psychische Störungen können sich auf verschiedene Weise äußern. Im Folgenden werden die häufigsten Diagnosen und besondere Schwerpunkte meiner Praxis aufgeführt.
  • Depressive Störungen
  • Angststörungen (Panik, Phobien, soziale Angst, generalisierte Angst)
  • Akute Krisen und Belastungsreaktionen im privaten oder beruflichen Bereich
  • Zwangsstörungen (Zwangsgedanken und -handlungen, z.B. Zählzwang, Kontrollzwang)
  • Störungen der Impulskontrolle (z.B. Kaufzwang, Dermatillomanie / „Skin Picking“, Trichotillomanie, Internetsucht, Handysucht)
  • Somatoforme Beschwerden (körperliche Symptome ohne organische Ursache)
  • Krankheitsangst und Hypochondrie
  • Chronische Schmerzen
  • Essstörungen (Bulimie, Anorexie, Binge-Eating)
  • Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung
  • ADHS im Erwachsenenalter
  • (Psychogene) Schlafstörungen
  • Ausgeprägte Persönlichkeitsmuster und soziale Interaktionsschwierigkeiten
Psychotherapeutische Mitbehandlung bei
  • chronischen Schmerzen (Psychologische Schmerztherapie)
  • Krebserkrankungen (Psychoonkologie)
  • Diabetes (Psychodiabetologie)
  • chronischen Hauterkrankungen
  • Tinnitus
  • chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
Sollte Ihre Thematik hier nicht aufgeführt sein, sprechen Sie mich gerne an.
Ablauf
Wenn Sie eine Psychotherapie anstreben, ist es sinnvoll, vor dem ersten Termin zunächst mit Ihrer Versicherung die individuellen Bedingungen zur Kostenübernahme zu klären.

Zunächst vereinbaren wir ein Erstgespräch zum persönlichen Kennenlernen, für eine erste Abklärung Ihrer Beschwerden und Anliegen sowie die Klärung der Therapieindikation (Ist Psychotherapie bzw. Verhaltenstherapie notwendig und erfolgversprechend?). Es besteht außerdem Gelegenheit, organisatorische Details zu besprechen.

Mit dem Erstgespräch beginnt die sogenannte probatorische Phase ("Probephase") mit insgesamt bis zu 5 Terminen zur detaillierten Anamneseerhebung, Psychodiagnostik und inhaltlichen Therapieplanung. Bei privat Versicherten, Beihilfeberechtigten und Selbstzahlern erfolgen diese Sitzungen ohne Wartezeit nach dem Erstgespräch. Bei gesetzlich Versicherten ist zunächst die Bewilligung eines Antrags auf Kostenerstattung durch die Krankenkasse abzuwarten, bevor diese weiteren Termine stattfinden können.

Im Falle einer Therapievereinbarung wird ein haus- oder fachärztliches Konsil eingeholt in der Regel ein ausführlicher Antrag auf Kostenübernahme für die "eigentliche" Therapie gestellt. Eine verhaltenstherapeutische Kurzzeittherapie dauert bis zu 25 Stunden, eine Langzeittherapie bis zu 45 Stunden (im Einzelfall maximal 80 Stunden). Die bewilligte Sitzungsanzahl kann bei privaten Versicherungen und der Beihilfe abweichen. Die Therapiedauer richtet sich nach dem Grad der Erreichung Ihrer Therapieziele.

Therapiesitzungen dauern 50 Min. (bei Bedarf Doppelsitzungen) und finden anfangs meist wöchentlich, im späteren Verlauf dann ggf. in größeren Abständen statt. Angehörige und Mitbehandler können mit Ihrem Einverständnis selbstverständlich einbezogen werden.

Der Therapieverlauf folgt somit folgendem Schema:
  • Erstgespräch
  • probatorische Phase
  • Therapiephase zur Entwicklung und Erprobung neuer Bewältigungsstrategien
  • Stabilisierungsphase und Rückfallprophylaxe
Honorar und Kostenübernahme
Die Kosten einer psychotherapeutischen Behandlung bei einer Psychologischen Psychotherapeutin in einer Privatpraxis sind gesetzlich geregelt. Sie richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten als Teil der Gebührenordung für Ärzte (GOP/GOÄ). Eine Einzelsitzung Verhaltenstherapie (50 Min.) wird mit 100,55€ vergütet (Ziffer 870, 2,3-facher Satz). Weitere Leistungen wie Diagnostik, Befunderstellung etc. werden ebenfalls nach GOP berechnet.

Viele Kostenträger wie private Krankenversicherungen und Beihilfe (Beamtenversorgung von Bund und Ländern) übernehmen die Kosten der Psychotherapie in einer Privatpraxis. Für Selbstzahler ist direkt und ohne jegliche Antragsformalitäten eine Psychotherapie möglich.

Da ich meine Praxis aufgrund der regionalen Zulassungsbeschränkungen als Privatpraxis ohne Kassenzulassung führe, besteht kein allgemeiner Abrechnungsvertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen. Jedoch können gesetzlich Versicherte im Einzelfall eine Kostenerstattung für außervertragliche Psychotherapie beantragen, wenn sie keinen zeitnahen Therapieplatz bei einem Vertragspsychotherapeuten finden.

Bitte beachten Sie, dass je nach Erstattungshöhe Ihrer Versicherung ein Eigenanteil verbleiben kann. Im Folgenden finden Sie genauere Details.
Private Krankenversicherung
Private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für ambulante Psychotherapie in einer Privatpraxis, jedoch können sich Antragsprozedere und bewilligte Stundenkontingente je nach individuellem Versicherungsvertrag unterscheiden. Bitte informieren Sie sich vor dem ersten Termin über Ihre individuellen Konditionen bei Ihrer privaten Krankenkasse und fordern Sie die entsprechenden Antragsformulare an. Als hilfreich haben sich folgende Fragen erwiesen:
  • Umfasst mein Krankenversicherungstarif psychotherapeutische Behandlung?
  • Ist die vorherige Beantragung einer psychotherapeutischen Behandlung erforderlich?
  • Wenn ja, formlos oder auf einem speziellen Formular?
  • Wird der Antrag im Gutachterverfahren geprüft, d.h. ist ein ausführlicher Bericht des Therapeuten und ein ärztlicher Konsiliarbericht beizufügen?
  • Gibt es eine festgelegte Maximalstundenzahl für erstattungsfähige psychotherapeutische Behandlung?
  • Wenn ja, wie viele Stunden jährlich? Andere Begrenzungen?
  • Wie ist die Erstattungshöhe in meinem Krankenversicherungstarif?
Sie erhalten von mir zum Monatsende eine Privatrechnung nach der GOP, für die Sie wie gewohnt in Vorleistung gehen und die Sie der Versicherung zur Rückerstattung einreichen. Für Privatversicherte gibt es keinen Unterschied, ob sie von Psychologischen Psychotherapeuten in einer Kassenpraxis oder in einer Privatpraxis behandelt werden. Hierfür sind nur die Approbation und der Arztregistereintrag des jeweiligen Psychotherapeuten ausschlaggebend, worüber ich verfüge.
Beihilfe
Die Beihilfe (Beamtenversorgung von Bund und Ländern) erstattet in der Regel den vereinbarten Kostensatz (meist 50%) und stellt für die Beantragung der Psychotherapie entsprechende Formulare bereit. Die vorangehenden probatorischen Sitzungen sind nicht antragspflichtig. Es ist jedoch sinnvoll, vor dem ersten Termin die Beihilfestelle über die geplante Psychotherapie (unter Nennung der Praxisadresse) zu informieren. Sie erhalten von mir zum Monatsende eine Privatrechnung nach der GOP, für die Sie wie gewohnt in Vorleistung gehen und die Sie der Beihilfe und Ihrer ergänzenden privaten Versicherung zur Rückerstattung einreichen.
Gesetzliche Krankenversicherung
Gesetzlich Versicherte können über die Beantragung der Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V (bei "Systemversagen") eine Psychotherapie in einer Privatpraxis in Anspruch nehmen, wenn sie keinen zeitnahen Therapieplatz bei einem Therapeuten mit Kassenzulassung finden. Diese Regelung gilt auch weiterhin, zumal sich seit der Reform der Psychotherapietherapie-Richtlinien vom 1.4.2017 mit Einführung der "Psychotherapeutischen Sprechstunde" und "Akutbehandlung" in den vertragspsychotherapeutischen Praxen die Versorgungslage leider nicht verbessert hat und nach wie vor lange Wartezeiten bestehen. Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Sonderregelung immer um eine Einzelfallentscheidung der Krankenkasse handelt und dass sich die Kassen in diesem durchaus aufwändigen Antragsverfahren erfahrungsgemäß unterschiedlich kooperativ zeigen.

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) empfiehlt seit der Reform der Psychotherapierichtlinien vom 1.4.2017 folgendes Vorgehen: Patienteninformation Kostenerstattung.

Auch in folgender Broschüre der BPtK finden Sie hilfreiche Informationen und Formulierungsvorschläge für Ihren Antrag: BPtK Ratgeber.

Im Rahmen eines persönlichen Erstgesprächs in meiner Privatpraxis unterstütze ich Sie gerne bei Ihrem Antrag zunächst auf 4 probatorische Sitzungen und stelle Ihnen dazu weitere Formulare und Unterlagen zur Verfügung. Sofern nach Ablauf der Probesitzungen eine Psychotherapie beantragt wird, erfolgt dies analog der Beantragung in kassenzugelassenen Praxen (Gutachterverfahren).
Bitte beachten Sie: Im Rahmen einer Psychotherapie über die Kostenerstattung haben Sie Privatpatienten-Status und erhalten von mir zum Monatsende eine Rechnung nach GOP (2,3-facher Satz). Die von Ihnen beglichene Rechnung reichen Sie dann bei Ihrer Kasse zur Erstattung ein. Alternativ kann über eine Abtretungserklärung die Rechnungsstellung direkt an die Krankenkasse erfolgen. Sie haben Rechtsanspruch auf Erstattung der Kosten in voller Höhe. Sofern nur der EBM-Satz der gesetzlichen Krankenkassen erstattet wird, tragen Sie den Differenzbetrag als Eigenanteil. Auch die Kosten des Vorgesprächs (50 Min.) werden Ihnen nach GOP in Rechnung gestellt. Es werden nur zuvor bewilligte Sitzungen von der Kasse erstattet. Sofern Ihr Antrag auf Kostenerstattung für probatorische Sitzungen bewilligt wird, ist die Erstattung dieser ersten Sitzung von der Kulanz Ihrer Krankenkasse abhängig.
Freie Heilfürsorge, Berufsgenossenschaften, Bundeswehr, Bundespolizei, Bundesbahn- und Postbeamte
Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB)
KVB-Versicherte bzw. mitversicherte Angehörige sind Selbstzahler, deshalb werden sie wie privat Versicherte behandelt. Bitte setzen Sie sich mit der KVB in Verbindung und fordern Sie die entsprechenden Antragsformulare an. Es gelten Sondertarife (KVB-Vertrag). Bei Mitgliedern und Mitversicherten der Beitragsklassen I bis III kann ein GOP-Satz bis zum 2,2-fachen Steigerungssatz berechnet werden. Die KVB erstattet nur 80 % der erstattungsfähigen Aufwendungen, der Rest ist Selbstbeteiligung.

Postbeamtenkrankenkasse (Mitgliedergruppe B)
Die Postbeamtenkasse erbringt Beihilfeleistungen für die Nachfolgeunternehmen der ehemaligen Deutschen Bundespost und ergänzt diese um Krankenkassenleistungen. Das Antragsverfahren orientiert sich an den Beihilfevorschriften des Bundes. Bitte setzen Sie sich mit der PBeaKK in Verbindung und fordern die entsprechenden Antragsformulare an. Die Mitglieder der Gruppe B werden wie Privatversicherte auf Rechnung behandelt und erhalten das 1,9-fache der Aufwendungen erstattet. Darüber hinaus in Rechnung gestellte Gebühren müssen vom Patienten zugezahlt werden.

Berufsgenossenschaft und Unfallversicherung
Sollte infolge arbeitsbedingter Gegebenheiten psychotherapeutischer Bedarf bestehen (z.B. traumatische Belastungsreaktion nach Berufsunfall), so erfolgt in der Regel eine Abrechnung direkt mit der jeweiligen Berufsgenossenschaft (BG). Bitte setzen Sie sich in einem solchen Fall mit Ihrer Berufsgenossenschaft in Verbindung, erfragen Sie das Procedere und veranlassen Sie die Zustellung der benötigten Antragsformulare, so dass die Kostenübernahme für die Psychotherapie gewährleistet werden kann.

Freie Heilfürsorge
Die freie Heilfürsorge erhalten Polizisten (Polizeivollzugsbeamte, PVB), Vollzugsbeamte der Bundespolizei (früherer Bundesgrenzschutz, BGS), Beamte im Einsatzdienst der Berufsfeuerwehren und bei Landesfeuerwehrschulen sowie Justizvollzugsbeamte. Da sich die Kostenübernahme für Psychotherapie in einer Privatpraxis je nach Bundesland unterscheiden kann, setzen Sie sich bitte mit Ihrer Heilfürsorgestelle in Verbindung und fordern Sie die entsprechenden Antragsformulare an.

Bundeswehr
Seit einer Vereinbarung zwischen der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und dem Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) vom 16.09.2013 können Soldaten in psychotherapeutischen Privatpraxen behandelt werden. Hierzu ist die Überweisung des Truppenarztes notwendig. Zur ersten probatorischen Sitzung muss der Sanitätsvordruck Kostenübernahmeerklärung (San/Bw/0218) vorgelegt werden. Ist nach der Probephase eine Psychotherapie indiziert und gewünscht, wird dies gegenüber Ihrem Truppenarzt veranlasst. Dieser erteilt auf dieser Grundlage einen Behandlungsausweis als Genehmigung der Psychotherapie und Kostenübernahmegenehmigung (zunächst 25 Std.).

Bundespolizei
Seit einer Vereinbarung zwischen der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und dem Bundesministerium des Inneren vom 02.05.2018 können Bundespolizisten in psychotherapeutischen Privatpraxen behandelt werden. Das Verfahren, die Anträge und Bewilligungsschritte richten sich nach dem Vorgehen der gesetzlichen Krankenversicherung bzw. der Psychotherapie-Richtlinie. Die Abrechnung erfolgt direkt mit der Abrechnungsstelle Heilfürsorge der Bundespolizei. Die psychotherapeutischen Leistungen werden mit dem 2,2-fachen Satz nach GOÄ/GOP vergütet.

Selbstzahler
Unter folgenden Aspekten kann es sinnvoll sein, die Kosten einer Psychotherapie selbst zu tragen:
  • Besondere Diskretion: Die Inanspruchnahme einer Psychotherapie bleibt Privatsache, da keine Antragsformalitäten erforderlich sind und der Krankenversicherung keine Diagnosen mitgeteilt werden. Dies kann auch bei angestrebter Verbeamtung oder Abschluss z.B. einer Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll sein.
  • Rascher Beginn: Der Therapieprozess kann ohne bürokratische Verzögerung und je nach Ihrer zeitlichen Flexibilität in der Regel sofort beginnen.
  • Individueller Behandlungsvertrag und -verlauf: Anzahl, Frequenz und Dauer der Sitzungen können individuell festgelegt werden und unterliegen keiner Reglementierung durch Kostenträger.
  • Freie Therapeutenwahl
Das Honorar für eine Einzelsitzung Psychotherapie 50 Min. richtet sich nach der GOP (Ziffer 870, 2,3-facher Steigerungssatz) und wird mit 100,55 € privat in Rechnung gestellt. Weitere Leistungen (Diagnostik etc.) können gemäß GOP hinzukommen. Die entstandenen Kosten können ggf. bei Ihrer Steuererklärung geltend gemacht werden.

Weitere Informationen:

Die Berufsbezeichnung "Psychotherapeut" ist gesetzlich geschützt. Als "Psychotherapeut" darf sich nur bezeichnen, wer nach einem abgeschlossenen Studium in Psychologie oder Medizin eine mehrjährige staatlich geregelte Ausbildung mit Approbation (als Psychologischer oder Ärztlicher Psychotherapeut) absolviert hat.

 

Es gibt unterschiedliche psychotherapeutische Verfahren. Die Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die wissenschaftlich als wirksam nachgewiesenen Richtlinienverfahren: Analytische Psychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie.

 

Weitere Informationen finden Sie auf den Patientenseiten der Bundespsychotherapeutenkammer sowie in der Broschüre "Wege zur Psychotherapie".

 


Bitte beachten Sie:

Bei einer ambulanten Psychotherapie sollte daher ein ausreichendes Maß psychischer Stabilität gegeben sein, andernfalls ist eine stationäre Psychotherapie angeraten. Bei akuter Suizidalität und psychotischen Erkrankungen ist eine stationäre bzw. ärztlich-psychiatrische Betreuung notwendig. Wenden Sie sich hierzu an die zuständigen psychiatrischen Anlaufstellen (Adressen).